Wer mich kennt weiß, dass das Thema Affiliate Marketing eines meiner Steckenpferde ist. Bereits seit ein paar Jahren betreibe ich selbst einige Portale, auf denen ich Affiliate Marketing nutze und auch meinen Kunden empfehle ich immer wieder gern diese Möglichkeit um zusätzliche Einnahmen zu erwirtschaften.

In den nächsten Wochen möchte ich euch deshalb am Beispiel eines meiner eigenen Portale zeigen, was Affiliate Marketing eigentlich ist, wie es funktioniert und für wen es geeignet ist.

Affiliate Marketing: Reich werden über Nacht mit Nischenwebsites, alles nur Fake oder doch ein echtes Business?

Wer hatte eigentlich die Idee dazu?

Die Idee zu dieser Form des Online Marketing soll, wen wundert es, auf Amazon zurückgehen. Auf einer Party im Jahr 1997 unterhielt sich der Amazon Gründer mit einer jungen Dame, welche ihm anbot auf ihrer Website Bücher gegen Provision zu vermarkten. – Das Affiliate Marketing war geboren. Nach und nach kamen immer mehr Partner dazu, welche fremde Angebote gegen Provision bewerben wollten und so zählt Amazon in diesem Bereich noch heute zu den Big Playern.

Was ist Affiliate Marketing nun genau?

Affiliate Marketing bedeutet übersetzt Partner-Marketing. Dabei bewirbt ein Partner (engl. Affiliates) auf seiner Websites die Produkte und/oder Dienstleistungen fremder Unternehmen und erhält dafür eine Provision – Verkaufen ohne zu verkaufen! Die Vergütung erfolgt dabei ausschließlich im Erfolgsfall, also zum Beispiel bei einem Klick auf ein Werbemittel oder nach einem getätigten Kauf.

Vor- und Nachteile

Profitabel ist dieses Geschäftsmodell für beide Vertragspartner. Das Unternehmen (der Advertiser) kann seine Produkte einem viel größerem Publikum präsentieren und Kosten entstehen ihm nur im Erfolgsfall – also beispielsweise beim Kauf.

Der Partner (Publisher) hat den Vorteil Waren/Produkte auf seiner Website anbieten und vermarkten zu können, ohne den Risiken und  Pflichten eines Händlers (Warenlager, Zahlungsabwicklung, Versand, Reklamationsmanagement, etc.) zu unterliegen. Das war im übrigen vor vielen Jahren einer der Gründe, warum ich selbst aus dem klassischen eCommerce ausgestiegen bin um mich ausschließlich auf Affiliate Marketing zu konzentrieren.

Alles noch zu abstrakt? Dann hab ich hier ein Beispiel für Dich.

Mein Affiliate Portal in meiner Lieblingsbranche Food

Ich bin ein Foodie durch und durch! Ich liebe gutes Essen und koche wahnsinnig gern. Aus diesem Hobby ist irgendwann mein Foodblog GeLeSi entstanden. Im letzten Sommer habe ich meine Liebe zur spanischen Küche entdeckt und wollte gern, so oft es ging, mit authentischen Lebensmitteln kochen, also schaute ich mich um, welche spanischen Lebensmittel ich hier in Deutschland online kaufen kann – das waren  mehr, als ich ursprünglich gedacht hätte. So entstand die Idee ein Portal für spanische Lebensmittel ins leben zur rufen. Die Website Lebensmittel aus Spanien war geboren. Seit dem sammle ich hier die Angebote zahlreicher Erzeuger, Importeure und Händler spanischer Lebensmittel. Niemals könnte ich das als echter Onlinehändler bewerkstelligen, aber dank der Möglichkeit des Affiliate Marketings, habe ich einen kleinen spanischen Supermarkt aufgebaut.

Mythen, Legenden und das Thema Nischenseiten

Mit dem Begriff „Nischenseite“ oder „Nischenwebsite“ bin ich erstmals durch Peer Wandiger (selbständig im Netz) und seine, damals fast schon legendären, jährlichen „Nischenseitenchallenges“ in Berührung gekommen. Im Wettstreit (der Challenge) ging es jährlich einmal darum innerhalb von 12 Wochen eine neue Affiliate Website zu erstellen – eine Nischenwebsite.

Was ist eine Nischenseite?

Eine  Nischenseite (Nischenwebsite) ist eine Website, welche sich mit einem sehr, sehr spezifischen Thema beschäftigt – eben einer Nische. Dieses ist in der Regel ein kleines Thema zu einem übergeordnetem Hauptthema. Beispielsweise das Thema „Picknickkorb“ aus dem übergeordneten (allgemeinerem) Thema „Picknick“.

Nischenseiten sind vor ein paar Jahren zu einem eigenständigem Business geworden, in welchem eine Menge Geld verdient wurde und auch heute immer noch verdient wird.

Die Nischenwebsite und ihre Schattenseiten

Wo viel Licht ist, da ist meist auch viel Schatten und so dauerte es nicht lange, bis sich windige Geschäftemacher und einige vermeintlich Superschlaue aufmachten, um das Netz mit minderwertigen Nischenseiten ohne jeglichen Mehrwert zu überschwemmen. Kein Thema war mehr sicher, von „A“ wie Autoersatzeilen bis „Z“ wie Zippo Feuerzeugen wurden die vermeintlichen Top10 präsentiert. Recherchiert wurde meist wenig – es sollte verkauft werden was das Zeug hielt. Ob das Produkt jeweilige tatsächlich empfehlenswert war, das war leider all zu oft zweitrangig. Unter vorgehaltener Hand wurde gar von gefakten Testberichten gemunkelt.

Fast noch schlimmer waren zu dieser Zeit die Angebote der „Reich werden über Nacht“ Anbieter. Im Stile vom „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ wurden E-Books und Onlinekurse für horrende Summen angeboten, welche DIE Strategie zum schnellen Reichtum durch Nischenseiten versprachen, passives Einkommen im Schlaf sozusagen. Reich geworden sind dabei häufig nur die Anbieter dieser Ebooks und Kurse.

Es kam, was kommen musste: Die Nischenseite bekam einen ziemlich schlechten Ruf und hat sich bis heute nicht so recht davon erholt. Im März 2012 hat dann sogar Google reagiert und seinen Index gesäubert. Quasi über Nacht wurden zahlreiche Websites entweder komplett aus dem Index entfernt oder nach ziemlich weit hinten versetzt – ins virtuelle Nirvana (Hier habe ich darüber berichtet).

Die Nischenwebsite ist Tod – es lebe das Portal

Vielleicht fragst du dich jetzt, warum ich mich dem Thema widme, wenn es doch so verrufen ist? Ganz einfach, weil Affiliate Marketing einfach genial ist und Spaß macht!  Vorausgesetzt, es wird ehrlich betrieben und mit liebe gepflegt. Reich über Nacht wird hier sicher niemand, aber langfristig kann man sich durchaus ein solides Einkommen erarbeiten. Und letztlich gilt für dieses Business wie für jedem anderen Bereich auch das alte Sprichwort „ehrlich währt am längsten“!

Bereits seit Jahren setze ich auf Nischen-Portale. Hier geht es eben nicht darum nur die besten Produkte einer Nische zu bewerben, sondern dem Kunden einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Um bei meiner Seite über spanische Lebensmittel zu bleiben: Welche Produkte und passende Utensilien von Originalherstellern oder Importeuren gibt es aktuell auf dem deutschen Markt? Was ist neu auf dem Markt? Welche Trends gibt es ? Was ist in was out? Mir ist es wichtig, so viele Produkte wie möglich zusammenzutragen und an einem Ort zu präsentieren.

Empfehlungsmarketing – wir tun es doch sowieso ständig

Zum Schluß möchte ich noch mit einem Vorurteil aufräumen, welches ich immer wieder höre: „Hmmm, aber das ist doch Werbung.“ Ja, stimmt, aber hast du noch nie einer Freundin oder einem Freund ein Produkt empfohlen, von welchem Du selbst überzeugt bist? Und, fühlst du dabei schlecht? Ich denke nein!

Affiliate Marketing ist nichts anderes – eine Empfehlung von Produkten, von denen du selbst begeistert bist. Nur eben nicht gratis wie bei der besten Freundin, sondern gegen eine Provision.

Warum ich Affiliate Marketing liebe und was dich in den nächsten Wochen in dieser Artikelserie erwartet

Warum ich es liebe

Ich liebe es, mir immer wieder neue Projekte auszudenken und umzusetzen. Und alles was mit Essen, Kochen und Lebensmitteln zu tun hat, liebe ich sowieso. Affiliate Marketing bietet mir die Möglichkeit all meine Lieblingsthemen perfekt zu verbinden: Online Marketing, neue Projekte und das Thema Food.

Was du davon hast

Bodo Schäfer hat in seinem Buch „Die Gesetze der Gewinner“ gesagt: „Wenn wir aufhören zu wachsen und zu lernen, wird unser Leben  sinnlos und leer.

Ich werde in den kommenden Wochen eine Menge Tipps geben, werde regelmäßig sowohl Plugins als auch Tools vorstellen, welche ich verwende und welche auch du ganz einfach nutzen kannst um deine eigene Website nach vorn zu bringen. Vielleicht möchtest du dir danach auch ein eigens Online-Business aufbauen, weil du nun auch vom Thema Nischenseiten infiziert bist :). Oder aber du integrierst Affiliate Marketing in dein bestehendes Business – wenn du bereits eine eigene  Website hast, dann bist du bestens vorbereitet.

Bis dahin – bleib sichtbar!