Endlich geschafft, endlich mit einem Suchbegriff in den Top10 bei Google! Ich weiß noch wie stolz ich war, als ich meine eigene Website zum allerersten mal auf der ersten Seite in den Suchergebnissen gefunden habe. Manchmal kommt es jedoch vor, dass trotzdem keine oder nur wenige Besucher den Weg auf deine Website finden.

Wie du herausfindest, wie viele Besucher du hast kannst du hier lesen.

Top 10 Suchergebnis und trotzdem verirrt sich so gut wie niemand auf meine Seite – woran kann das liegen?

Gründe dafür kann es viele geben. Das sind die 3 wahrscheinlichsten:

  1. personalisierte Suchergebnisse – du hast dich zu oft selbst gegoogelt
  2. Überschrift und SERP sind nicht ansprechend genug
  3. es gibt einfach kein Suchvolumen bei Google

1. Du hast dich zu oft selbst gegoogelt – personalisierte Suchergebnisse

Das ist uns allen schon mal passiert: Wir möchten für eine bestimmtes Keyword ranken, haben dazu neuen und spannenden Content auf unserer Website veröffentlicht und warten nur händeringend darauf, dass Google das bemerkt. Also googeln wir immer wieder selbst dieses Keyword, suchen (und finden) unseren eigenen Content in den Suchergebnissen (gern ziemlich weit hinten) und klicken ihn an. Was macht Google? Es bemerkt, dass uns dieser Content offenbar gefällt. Beim nächsten Suchdurchlauf zeigt es uns dann unseren Beitrag weiter vorn an. Das sind personalisierte Suchergebnisse.

Wie findest du dein tatsächliches Ranking heraus?

Wenn du gern weiter „selbst googeln“ möchtest, dann mach das einfach im „Inkognito Modus“ deines Browsers. In diesem Modus wird unter anderem der Browserverlauf nicht  gespeichert. Cookies und Websitedaten werden nur während der aktuellen Session gespeichert, danach werden sie gelöscht. Google kann sich auf diese Weise deinen Suchverlauf nicht merken und du erhältst ein weitestgehend neutrales Suchergebnis.

Ich persönlich bin jedoch ein Fan von Tools und Hilfsmitteln und die gibt es auch für die Überwachung der eigenen Rankings. Am liebsten verwende ich „SEROmojo“ eine App für Android.

Einmal eingerichtet siehst du in dieser nicht du dein tagesaktuelles Ranking, sondern auch den zeitlichen Verlauf jedes einzelnen Keywords.

2. Deine Überschrift und die Meta-Beschreibung laden einfach nicht zum klicken ein

Leider nützt dir das beste Google Ranking nur sehr wenig, wenn der User keine Lust bekommt darauf zu klicken. Um diese „Lust“ zu schaffen hast du in der Regel zwei Dinge, die du optimieren kannst: Die Überschrift und die „Metabeschreibung“, also die Kurzbeschreibung deines Beitrages.

Eine Überschrift sollte einladend sein und Lust machen mehr zu erfahren. Maike Steinberg von SEOKRAIE hat dazu einen ausführlichen Artikel geschrieben, denn ich dir an dieser Stelle gern empfehlen möchte – hier geht`s lag.

Die Metabeschreibung ist das, was in den Suchergebnissen unter der Überschrift steht. Googelst du nach mir, also nach Manuela Aust, dann sieht das Suchergebnis im Moment noch so aus:

Ja okay, alle wichtigen Infos sind da, aber so richtig einladend …. da wäre noch Luft nach oben. Wie das aussehen kann, siehst du, wenn du nach dem Keyword „Kalbskotelett braten“ suchst.

Seit über einem Jahr ist das der meist geklickter Blogbeitrag auf GeLeSi. Sieht doch auch viel einladender aus oder? Was die Optik bewirkt kann man ganz deutlich sehen, wenn man die Zahlen vergleicht. Auf das Suchergebnis für „Manuela Aust“ haben lediglich 15,2% der User geklickt, auf das Suchergebnis für „Kalbskotelett braten“ dagegen 37,7% – das ist mehr als das Doppelte! Du siehst, optimieren lohnt sich!

Warum ich das Suchergebnis auf meinen eigenen Namen bislang nicht optimiert habe, wird deutlich, wenn wir uns Punkt 3 anschauen.

3. Es gibt einfach kein Suchvolumen bei Google für dein gewähltes Keyword

Im Klartext heißt das: niemand sucht nach den Begriffen, die du dir für deinen Blogartikel oder sonstigen Websiteninhalt ausgedacht hast. Für die Bespiele von oben sieht das so aus:

Laut Keywordplanner von Google suchen monatlich 10-100 Leute nach dem Begriff „Manuela Aust“ aber 100 -1.000 nach Kalbskotelett braten. Da ich aktuell keine eigenen Google Ads Anzeige laufen habe, gibt es hier leider keine exakten Zahlen.

Die genauen Zahlen für diese beiden Suchbegriffe habe ich mir von Searchmetrics gezogen – übrigens ein geniales Recherchetool. Das Ergebnis ist deutlich: Nach Manuela Aust sucht niemand – in Zahlen: 0. Nach „Kalbskotelett braten“ allerdings wird jeden Monat 590 mal gesucht. Und von diesen 590 Suchanfragen haben im letzten Monat 37,7% mein Suchergebnis angeklickt, was etwa 222 Besuchern entspricht.

Das ist aber noch nicht alles. Meine Anleitung für Kalbskotelett wird von Google noch für zahlreiche andere Suchbergriffe angezeigt, so dass ich auf dieser einen Unterseite monatlich mehr als 2.000 Besucher begrüßen darf. -> Recherche lohnt sich!

Für Themenverwandte Begrifft habe ich noch ein aktuelles Beispiel. Im März habe ich auf GeLeSi eine Blogparade zum Thema „Dein Lieblings Buletten Rezept“ veranstaltet. Ich hätte es auch genau so gut „Lieblings-Frikadellen“ oder „Lieblings-Klöpschen“ Rezept nennen können – alles Begriffe, die in meiner Region um Sprachgebrauch gehören. Warum ich mich für „Buletten Rezept“ entscheiden habe? Schau dir dazu den folgenden Screenshot des Google Keywordplanners an.

Wie du sehen kannst, gibt es ein ordentliches Suchvolumen UND auch laufende Werbeanzeigen (das erkennst du rechts an den angegebene Preisen) – aber das ist schon wieder ein neues Thema 😉

Fazit: Bevor du neuen Content erstellst, recherchiere unbedingt die Nachfrage! Finde heraus welche Wörter und Begriffe für dein gewähltes Thema verwendet werden und wie häufig!