Als sich meine Schulzeit dem Ende entgegen neigte und es Zeit war sich über die Zukunft und einen Beruf Gedanken zu machen, war ich ziemlich ratlos.

Ich will mich gar nicht beschweren, von wegen, es gab ja keine Möglichkeiten sich zu informieren, denn Internet und „Onkel Google“ gab es ja schließlich noch nicht. Nein, ich wusste schlichtweg nicht, was mich wirklich begeisterte, welche Möglichkeiten es gibt und was ich daraus machen könnte. Viele meiner Schulfreunde hatten einen Plan für die Zukunft – ich leider nicht!

Mein Papa sagte damals mal zu mir: „Kind, mach was mit Computern – das hat Zukunft.

Das war im Jahr 1984 und er wusste nicht wie sehr er Recht behalten würde.

Nach dem Abitur und zwei abgeschlossenen Berufsausbildungen im öffentlichen Dienst war mir dann ganz schnell klar, das ist nichts für mich! Täglich im von „9 bis 5“ im Großraumbüro das tun was andere von mir verlangen, ohne dies hinterfragen zu dürfen, wollte ich nicht.  Ich träumte davon, selbst zu entscheiden, kreativ zu sein und die Dinge zu hinterfragen – sogar in Frage stellen zu dürfen.

Was ich genau machen wollte, wusste ich jedoch noch immer nicht.

Erst mal was erleben

Es war die Zeit kurz nach der Wiedervereinigung und ich wollte etwas von der Welt sehen. Also kündigte ich meinem sicheren Job bei der Krankenkasse und ging als Reiseleiterin für einen großen deutschen Reiseveranstalter ins Ausland. Für ein paar Jahre betreute ich deutsche Feriengäste. Ich holte sie vom Flughafen ab, brachte sie ins Hotel und war dafür da, dass es für sie ein gelungener Urlaub wurde.

Als dann  irgendwann das Heimweh doch zu groß wurde, buchte ich meine Rückflug nach Hause und wagte jetzt den sprichwörtlichen den „Sprung ins kalte Wasser“.

Ich machte mich selbstständig und eröffnete mein eigenes Reisebüro. Später kam dann ein Otto shop und eine Quelle Filiale dazu. Ich stand von 9 bis 18 Uhr im eigenen Laden und an Urlaub war nicht wirklich zu denken. Aber ich konnte meine Entscheidungen selber treffen und fühlte mich irgendwie gut dabei.

Ich arbeitete selbst und ständig und dachte, dass sei völlig normal. Schließlich heißt es ja so: selbständig = selbst + ständig!

Eines Tages sagte ein befreundeter Kollege (Inhaber eines Küchenstudios) zu mir: „Sag mal, hast du schon mal was von ebay gehört? Da kann man Produkte einstellen und Kunden aus ganz Deutschland können diese dann kaufen. Das musst du Dir unbedingt mal anschauen, das macht riesigen Spaß und ist bestimmt auch was für Dich.“

Da mich „das Internet“ damals bereits interessierte, hab ich es mir angeschaut.

Der Rest ist Geschichte.

Ich hab mich bereits am gleichen Tag angemeldet, am nächsten Tag ein Metall-Himmelbett vom Otto Versand für 199 DM (das Bett* gibt es auch heute noch, zum Preis von 149,- EURO) eingestellt und ein paar Tage später war ich total verblüfft – das Bett war verkauft!

Von da an verkauft ich viele, sehr viele Betten auf ebay! Zusätzlich drückte ich nochmal die Schulbank um zu lernen, wie man eigene Webseiten erstellt.

Online Geld verdienen – das war mein Einstieg.

Hmm, ebay – interessant….

Als ich also, praktisch nebenbei und ohne den ernsthaften Gedanken ausschließlich damit meinen Lebensunterhalt zu verdienen, ins Online-Business eingestiegen bin, war ebay das Nonplusultra – fast wie ein großer Spielplatz, auf welchem man sich ausprobieren konnte. Regeln gab es damals noch nicht sehr viele und diese waren auch nicht sehr streng.

Seit dieser Zeit bin ich infiziert vom online Business – online Geld verdienen, arbeiten wann und wo ich es möchte. Ein Maximum an Unabhängigkeit und ein Minimum an Abhängigkeit.

Heute sind die „Goldgräber-Jahre“ lange vorbei und es hat sich vieles verändert.

Der Spielplatz „ebay“ ist eine erwachsene Plattform geworden, weitere Giganten wie „amazon“ haben sich dazu gesellt und die Regeln im e-commerce werden von Jahr zu Jahr strenger und enger. Dafür haben sich wiederum neue interessante Möglichkeiten zum online Geld verdienen aufgetan.

Man muss einfach nur am Ball bleiben

Das „selbst und ständig“ hab ich irgendwann aufgegeben und bin Unternehmerin geworden – das kommt nämlich von „etwas unternehmen“ und macht weitaus mehr Spaß. 😉

Das stationäre Reisebüro gibt es nicht mehr und auch das Modell „OTTO-shop“ ist längst ausgestorben. Ich bin irgendwie wieder zurück zum Thema Tourismus und Gästebetreuung gekommen und kombiniere das Wissen, welches ich in diesem Bereich habe mit meiner zweiten Leidenschaft: dem Thema Food und meinen Affinität zum Internet.

Und das tue ich heute:

Ich unterstütze kleine Restaurants und touristische Unternehmen dabei, ihr Geschäft weiter auszubauen, ihre Umsätze zu steigern und letztlich auch mehr Geld zu verdienen, denn das Leben als Unternehmerin soll Spaß machen und erfolgreich sein.

„Selbst und ständig“ ist in meinen Augen keine Option.

Darüber hinaus ist mein Foodblog „GeLeSi“ eines meiner liebsten Projekte

Im Grunde nutze heute all die Möglichkeiten, welche das Internet mir bietet, so verdiene ich mit und durch das Internet mein Geld, denn fast jede Suche beginnt heute bei Google.

Und eines ist eingetreten:  Ich mache was mit Computern, denn das hat Zukunft – Danke Vati !

Manuela Aust - Restaurant Marketing