Eine Frage, welche mir beim MDR-Interview zum Thema „Zukunft der Arbeit“ gestellt wurde beinhaltete meine Arbeitsalltag.

Den typischen Tag, mit einer immer wiederkehrenden Routine, gibt es für mich eigentlich nicht. Wenn überhaupt, dann eher eine „typische Arbeitswoche“. Auch wenn diese fehlende Routine für mich ein wesentliches Merkmal meiner Arbeit ist, war die Frage des Reporters für mich Anlass, mir mal selbst etwas genauer über die Schulter zu schauen.

Wie sieht mein Arbeitsalltag aus?

Da es den Alltag, im Sinne einer täglichen Routine bei mir nicht gibt, kann ich maximal von einer „AlltagsWoche“ sprechen.
Meine Woche teilt sich in Bürotage und Tage mit Außenterminen auf. Dabei versuche ich mir mindestens zwei, besser drei Bürotage pro Woche zu organisieren.
Ein klassischer Bürotag ist für mich ein Tag, an dem ich das Haus aus beruflichen Gründen nicht verlassen muss. Grundsätzlich lege ich mir auf diese Tage auch keine privaten „Außer-Haus-Termine“ um wirklich lange und konzentriert an einem Projekt arbeiten zu können. Ich kann mich auf diese Weise in das entsprechende Thema vertiefen und muss nicht ständig die Uhr im Auge haben, weil ein Termin auf mich wartet.

Mein typischer Bürotag

Meine typischen Tage im Büro gliedern sich meist in nur zwei Teile: den „Mag ich nicht – Teil“ und den „Mag ich – Teil“.
Mein Wecker, besser gesagt das Handy meines Mannes, klingelt morgens um 5.20 Uhr. Hier habe ich bereits meinen ersten Luxus des Tages, denn ich kann noch bis 6.00 Uhr liegen bleiben.
Nachdem mein Mann kurz vor sieben das Haus verlassen hat, beginnt mein wunderbares Morgenritual „Miracle Morning“. Nehme ich eine Stunde Zeit für mich. Zeit um mich zu Fokussieren, für Weiterbildung und für etwas Sport um meinen Kreislauf auf Trab zu bringen. Dann starte ich in meinen Bürotag.

Der „Mag ich nicht – Teil“ des Tages beginnt – d. h., die Pflicht ruft!

Die erste halbe Stunde nutze ich um meine Email-Postfächer zu checken, Spam- und Werbemails zu entfernen und mir meine Statistiken anzuschauen. Oft gibt’s auch schon den ersten kurzen Blick in die Sozialen Medien.
Jetzt folgt auch schon der unangenehme Teil des Tages, denn ich habe mir angewöhnt, unangenehme Dinge oder Dinge, welche mir einfach keinen Spaß machen aber eben gemacht werden, müssen so früh wie möglich am Tag zu erledigen. Das kann die Buchführung oder Steuererklärung sein, aber (und vor allem auch) unangenehme Post, wie Mahnbriefe an Kunden oder Ähnliches.

#Tipp: Unangenehme Dinge gleich morgens erledigen, dann ist der Kopf frei und einem produktiven Arbeitstag steht nicht im Weg. Ein positiver Nebeneffekt dabei: Das komische Gefühl im Bauch, das schlechte Gewissen verschwinden, denn dieser Punkt auf der ToDo Liste ist erledigt.

Gleich im Anschluss erledige ich noch sämtliche Emails. Meist ist es jetzt so gegen 11 Uhr und damit ist der erste Teil des Tages bereits geschafft und ich darf mich nun auf den zweiten Teil freuen.

Der „Mag ich – Teil“ des Tages beginnt – Themen für die ich brenne

Jetzt, wo ich den Kopf frei habe, geht es an die Projektarbeit.
Nun arbeite ich entweder an dem Projekt eines Kunden oder an einem meiner eigenen Projekte.
Ob ich dabei dann tatsächlich an meinem Schreibtisch sitze oder mir einen anderen Platz suche, hängt von dem jeweiligen Projekt und meiner Stimmung ab.
Arbeite ich beispielsweise an meinem eigenen Foodblog so kommt es vor, dass ich meinen Arbeitsplatz für den Rest des Tages in meine Küche verlege. In einer authentischen bzw. zum Thema passenden Umgebung bin ich irgendwie kreativer und auch produktiver.
Wann Feierabend ist, kann ich eigentlich gar nicht so genau sagen. Arbeite ich am Foodblog und es entsteht gerade ein neues Rezept, dann ist Feierabend wenn das Essen fertig ist 😉

Mein Fazit

Um konzentriert und effektiv zu sein, haben sich in meinem Berufsleben zwei Dinge als wichtig herausgestellt:

  • grundsätzlich komplette Bürotage planen und
  • unangenehme Dinge zuerst erledigen.