„Ich will doch einfach nur bloggen!“

Diesen Satz höre ich ganz oft von befreundeten Bloggerinnen und auch Kundinnen. Die wenigsten haben wirklich Lust sich intensiv mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) und anderem Technik-Kram rund um ihren Blog oder ihre Website zu beschäftigen. Das verstehe ich absolut! ABER Es mach durchaus Sinn sich damit zu beschäftigen und ich auch gar nicht soooo kompliziert!

Du bloggst aus guten Grund – hab ich Recht? Als Gastgeber möchtest Du Dich zeigen, möchtest Aufmerksamkeit. Stammkunden binden und immer wieder auch neue Gäste zu gewinnen ist das Ziel. So weit so gut! Deine Stammkunden bekommen neue Blogbeiträge über deinen Newsletter, aber was ist mit potentiellen Neukunden? Wie sollen diese von Deinem Blog erfahren?

Eine Möglichkeit: Über die kostenlosen Suchergebnisse von Google

Damit Du dort zu finden bist, ist SEO angesagt. Viele Infos und meine Übersicht der aktuellen Rankingfaktoren findest Du hier.

Das das alles gar nicht so kompliziert ist, wie du jetzt vielleicht jetzt noch denkst möchte Dir im folgenden zeigen.

SEO DIY – 3 Tipps für jeden Deiner Blogbeiträge 

SEO-Erfolg ist nichts, was über Nacht passiert. Er ist das Resultat kontinuierlicher Arbeit an Deiner Website/Deinem Blog.

1.) Sprechende URL`s

Eine sprechende URL ist nichts weiter, als eine aus natürlichen Worten statt technischer Kürzel bestehende URL.

Eine nicht-sprechende URL könnte beispielsweise folgendermaßen aussehen: „gelesi.de/?p=0815/“. Eine Sprechende hingegen „gelesi.de/geschmorte-hirschschulter-mit-waldpilzpasta-und-kraeuterseitlingen/“

Sowohl für den Wiedererkennungswert bei den eigenen Lesern als auch für die Erfassung des Inhaltes ist eine sprechende URL von enormen Vorteil. Auch Google zieht Informationen über die Inhalte von Texten unter anderem aus den URL`s und lässt diese Ergebnisse in die Bewertung des Rankings einfließen.

Was WordPress macht:

Standardmäßig bildet WordPress aus dem Titel eines Beitrages den sogenannten Permalink, also die URL. Diese besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist immer der Name deiner Domain. In meinem Falle ist das https://manuela-aust.de/ Dieser steht fest und ist immer gleich!

Den zweiten Teil kannst du jedoch beeinflussen.

Was Du machen kannst:

Hin und wieder kann es besser sein, diese URL manuell zu ändern, beispielsweise um unnötige Füllwörter zu entfernen oder den Inhalt des Beitrages besser erfassbar zu machen.

So lautete beispielsweise der Titel einer meiner letzten Blogbeiträge „Influencer Marketing – wer passt zu Dir und wer eher nicht“

WordPress hat daraus standardmäßig folgende URL gebildet „https://manuela-aust.de/influencer-marketing-wer-passt-zu-dir-und-wer-eher-nicht“ Viel zu lang und weder für meine Leser noch für Google auf den ersten Blick zu erfassen.

Ich habe daraus manuell folgende URL gemacht: „https://manuela-aust.de/influencer-marketing-blogger-auswahl/. Nur vier Wörter, mit denen sich der Inhalt des Artikel jedoch schnell erfassen lässt.

2.) Bilder

Bilder sind schön und Bilder sind für Deine Leser wichtig. Google jedoch (als Maschine) kann nicht erkennen, was auf einem Bild zu sehen ist. Mit zwei einfachen Kniffen, kannst du den Inhalt deiner Bilder aber auch für Google sichtbar machen.

Der Dateiname

Egal ob selber Fotografiert oder Stockfoto einer Datenbank, der Dateiname passt in der Regel nicht zu Dir und deinem Inhalt. Nenne deshalb deine Bilder immer um, bevor Du sie auf deiner Website veröffentlichst. Nenne dabei neben deinem Hauptkeyword Begriffe, mit denen Du gefunden werden möchtest. Hast du also zum Beispiel ein Foto, auf welchem dein aktuelles Tagesgericht zu sehen ist, könnte der Dateiname es Bilder so aussehen: „Restaurant-Dein-Name-Angebot-Tageskarte-frische-Spargelcremesuppe.jpg“ oder für ein Bild deiner FeWo: „Ferienwohnung-Warnemuende-Ostsee-2-Personen-Boxspringbett.jpg

Verwende also immer die Begriffe, welche für das Bild und den Blogbeitrag wichtig sind.

Alt-Tag und Title-Attribut

Fügst Du das Bild dann in deinen  Blogbeitrag ein, hast Du die Möglichkeit einen „Alt-Tag“ und ein „Titel-Attribut“ zu vergeben.

Der Alt-Tag oder „Alternative Text“ hilft Google zu erkennen, was auf dem Bild zu sehen ist. Das Bild Titel-Attribut ist quasi der Titel des Bildes und wird angezeigt, wenn man mit dem Mauszeiger auf dem Bild stehen bleibt. Beides zusammen hilft Google den Inhalt des Bildes, des Artikels und letztlich der Website zu verstehen und im Ranking einzuordnen.

Sowohl der „Alt-Tag“, als auch der „Bild-Titel“ lassen sich in WordPress ohne viel Aufwand in den Bildeigenschaften hinterlegen.

So optimierte Bilder sorgen nicht nur in der klassischen Google Suche für ein besseres Ranking, auch in der Google-Bildersuche.

3.) Überschriften

Hier geht es im Grunde lediglich um die richtige oder besser gesagt passende Struktur eines Blogbeitrages. Genau wie Du wahrscheinlich einen Brief strukturieren würdest, sollte auch Dein Blogbeitrag strukturiert sein. Grundsätzlich kannst Du sechs Überschriften-Arten, von „h1“ bis „h6“, verwenden.

Der Titel Deines Beitrages ist die „h1“ Überschrift. Das ist meist im WordPress-Theme bereits so hinterlegt und erfolgt damit automatisch. Darüber hinaus sollte Dein Text noch zwei „h2“ und drei „h3“ Überschriften enthalten. Mehr ist auch gut, muss aber nicht sein. Wichtig ist hier „SOLLTE“, denn wichtiger als die Anzahl der Überschriften, ist die Hierarchie. Diese soll logisch aufgebaut sein und so aussehen:

 

Stellt sich nun noch die Frage nach der SEO-Relevanz oder besser gefragt: „Sollen Keywords in den Überschriften vorkommen?“

Ja, aber nicht auf Biegen und Brechen. In der <H1> Überschrift sollte ein solches auf jeden Fall auftauchen, ansonsten nur, wenn es wirklich passend ist und sich natürlich lesen lässt.

Für diese drei ToDo`s aber auch für SEO im allgemeinen gilt:

Nicht übertreiben, denn eine „Überoptimierung“ fällt Google mittlerweile durchaus auf und wird fast immer mit schlechtem Ranking bestraft.