Als Expertin für Online Marketing und digitales Branding bekomme ich regelmäßig auch Kundenanfragen für neue Websites. Eine der ersten Fragen, welche ich dabei häufig gestellt ist diese:

Wie hoch sind die Kosten für eine WordPress Webseite eigentlich?

Pauschale Preise für Websites: Frage Nummer eins „WO“

Wie bei fast allen Produkten und Dienstleistungen ist die Frage nach dem Preis immer auch eine Frage „wo“. Wo kaufe ich das Produkt? Kaufe ich etwas in der Innenstadt in exponierter Lage? Vielleicht sogar in einem Luxuskaufhaus mit jeder Menge Glas, viel Licht und reichlich Personal? Dieses Produkt wird  in der Regel mehr kosten, als ein vergleichbares Produkt in einem kleinen Laden in eher ländlicher Region.

Genauso ist es auch bei einer Website

Ein Freelancer, der im Homeoffice arbeitet, kann das Produkt „Webdesign & Website“ meist günstiger anbieten, als eine Agentur mit mehreren Angestellten und Büroräumen in exponierter Lage. Wie in jedem anderem Business auch geht es darum die Kosten zu decken und zusätzlich einen Gewinn zu erwirtschaften – ist einfach so.

Pauschale Preise für Websites: Frage Nummer zwei „WIE“

Die zweite wichtige und über den Preis entscheidende Frage ist die nach dem „wie“. Ein Entwickler oder Programmieren, welcher eine kundenspezifische Lösung exklusiv für den Kunden herstellt kostet sehr viel mehr, als ein Webdesigner, welcher auf bereits bestehende Komponenten zurückgreift. Beides hat seine Berechtigung am Markt und letztlich entscheiden die Bedürfnisse es Kunden über das „wie“.

Websites für kleine regionale Unternehmen

WordPress ist das momentan wohl am weitesten verbreitete CMS (Content-Management-System). Seine Beliebtheit, die ständige Weiterentwicklung und die enorme Bandbreite an zur Verfügung stehenden Features (Plugins) machen es gerade für kleineren regionale Unternehmen so interessant. Was braucht es aber nun alles für die erste eigene Website?

Vier fertige Bausteine nutzen – warum das Rad neu Erfinden

1. Hosting & Domainregistrierung

Der eigene Domainname muss angemeldet (registriert) werden und die Website (Daten, Infos, Bilder) benötigt einen virtuellen Speicherplatz. Beides kann man als fertiges Paket bei zahlreichen Providern mieten, was die Kosten enorm nach unten drückt.

Welche Kosten entstehen: Ein einfaches Paket bekommt man bereits für 4,95 €/Monat

2. Das Grundgerüst

WordPress ist eine fertig programmiertes und sofort einsatzbereites CMS (Content-Management-System)  für Websites und steht zum kostenfreien Download zu Verfügung.

Welche Kosten entstehen: Es entstehen keine Kosten.

3. Das Design

Der nächste Baustein einer Website ist das Design. Hier stehen unzählige, kostenlose Designs (Themes) zur Verfügung. Für den professionellen Einsatz auf einer Business Website gibt es darüber hinaus vorgefertigte Themes zu überschaubaren Preisen.

Welche Kosten entstehen: Ein Business-Design kostet ab einmalig 49,- €, nach oben gibt es jedoch (fast) keine Grenzen.

4. Die Funktionalität

Der dritte wichtige Baustein einer Website sind ihre Funktionen. Zu diesen gehören beispielsweise Formulare (wie das Kontaktformular), Buchungskalender für Events und Veranstaltungen oder auch die Anbindung von Social Media Kanälen. Hier ist die Bandbreite so groß wie der Kostenrahmen. Grundsätzlich gilt: Je umfangreicher, anspruchsvoller und damit professioneller der Kundenwunsch ist, desto höher sind auch die Kosten.

Welche Kosten entstehen: Von kostenfrei (einfaches Kontaktformular) bis sehr kosten intensiv (individuelle Lösungen) ist hier alles möglich.

Wer es sich zutraut und über entsprechenden Zeitreserven verfügt kann, Dank dem CMS WordPress, bereits mit unter 100,-€ und laufenden monatlichen Kosten von 5,00 €, seine eigene Website online stellen.

Eine WordPress Website erstellen lassen

Wer ein eigenes Konzept und ein Website im firmeneigenen Corporate Design sein Eigen nennen möchte, der kann sich seine neue WordPress Website erstellen lassen. Neben den klassischen 4 Bausteinen bekommt man hier auf Wunsch noch zahlreiche weitere Leistungen, damit die Website letztlich auch ihren Zweck – Kunden anzulocken und zu verkaufen – erfüllt.

Was wird beim Erstellen einer Website mit WordPress berechnet?

Was Webdesigner und Freelancer tatsächlich für das Erstellen einer Webseite berechnen, ist unterschiedlich und hängt neben dem „wie“ auch vom „wo“ ab (siehe oben).

So rechne ich ab und habe es auch schon bei Kolleginnen und Kollegen ähnlich gesehen:

Die Kosten für die Basics einer WordPress Website
  • Einrichten von Webspace auf dem Kundenserver und Erstinstallation von WordPress ab 60 Euro
  • Einrichten eines Premium Themes und anpassen an das Corporate Design des Kunden ab 240 Euro
  • Erstellen der Menüführung an anlegen der Menüs 120 Euro
  • Installation und Einrichten von Plugins ab 30 Euro/Plugin
  • Erstellen von Inhaltsseiten ab 60 Euro pro Seite
  • Erstellen eines Kontaktformulars ab 30 Euro
  • Einrichten einer Email Adresse ab 20 Euro
  • Einbau von Google Analytics ab 30 Euro
  • Umleitung alter URL`s bei Relaunch ab 60 Euro
  • Schulung und Einweisung in das System ab 60 Euro/Std.
  • Optimierung der Website-Geschwindigkeit (Pagespeed) ab 60 Euro
  • SEO Unterstützung ab 60/Std. oder als Paket
Mögliche Kosten für spezielle Anforderungen des Kunden

Diese Preise sind individuell und lassen sich leider nicht pauschalieren.

Was darf eine WordPress Website also konkret kosten?

Jeder Kunde ist anders und jedes Projekt / jede Website ist anders. Genau das macht es auch so schwer zu pauschalieren. Ich selbst, als freie Unternehmerin, liebe es in meinen eigenen 4 Wänden zu arbeiten („wo“), was meine Nebenkosten recht überschaubar macht. Darüber hinaus habe ich mich auf kleinere Projekte und auf das Arbeiten mit Komponenten spezialisiert („wie“). Das erlaubt es mir, eine kleine professionelle WordPress Website bereits ab knapp unter 800 Euro netto anzubieten.

Wer sich erstmals dem Thema eigene Website widmet, findet hier einen guten Einstieg. Zusätzlich bietet dieser jederzeit die Möglichkeit eines Upgrades, so dass diese Investition auf jeden Fall nachhaltig ist.

Nach oben gibt es keinerlei Grenzen. Mit den eigenen Wünschen und Anforderungen steigen auch die Anforderungen an die eigene Website. Individuelle Lösungen und ein hoher Funktionsumfang  können schnell Kosten von 10.000 Euro und mehr bedeuten.

Worauf solltest du achten, bevor du deine eigene Website in Auftrag gibst?

Solltest du ein neues Projekt realisieren lassen, dann schau dich in Ruhe um und frage in deinem Netzwerk nach Empfehlungen. Die Zusammenarbeit mit einem Webdesigner oder Online Marketing Spezialisten sollte  immer eine langfristige Entscheidung sein. Hör auf dein Bauchgefühl sprich mit dem Dienstleister (das Erstgespräch sollte übrigens immer kostenlos sein). Stimmt die Chemie zwischen Euch und passt das Angebot dann steht deiner ersten eigenen erfolgreichen Website nichts mehr im Weg.

Extra Tipp von mir: Damit sich deine Investition auszahlt, solltest du von Anfang an im Blick behalten, dass die Website nur ein Baustein all deiner Onlineaktivitäten darstellt. Ein guter Webdesigner wird dich immer auch umfassend dazu beraten, was dir die Seite letztlich bringen kann und wie du sie am besten in deine Online Marketing Strategie einbindest. DENN: Die Zeiten von digitalen Visitenkarten sind lange vorbei! Mehr dazu findest du auch hier.