Ein Tag ohne Signale – und dennoch sinnvoll genutzt
Bild(er) des Tages
Gestern Abend habe ich das nächste (etwas größere) Strick-Projekt gestartet: Einen Pullunder mit V-Ausschnitt.
Ein stiller Tag im Markt
Der Handelstag war geprägt von erstaunlich wenig Dynamik. Der DAX bewegte sich kaum, die Kurse wirkten wie eingefroren. Angesichts des Thanksgiving-Feiertags in den USA überrascht das nicht, denn diese Ruhe schwappt regelmäßig auch auf den deutschen Markt über.
Rund 140 Punkte Bewegung – und kein einziges wirklich sauberes Signal. Ein Tag zum Abwarten.
Warten heißt handeln
Genau diese Phasen fordern mich. Die Chartanalyse ist schnell erledigt, und dann beginnt das, was mir am schwersten fällt: nicht eingreifen, nicht optimieren, nicht „irgendwas“ tun.
Traden bedeutet nun einmal zu einem großen Teil warten. Diese Wahrheit akzeptiere ich zunehmend, auch wenn es mich manchmal an meine Grenzen bringt.
Beschäftigung statt Daddeln
Die Idee, mich während dieser Wartezeiten mit etwas Sinnvollem zu beschäftigen, trägt Früchte. Heute waren es wieder alte Unterlagen, die ich entsorgt habe – ein Projekt, das sich schon länger zieht.
Und ja, die Stricknadeln hatte ich auch kurz in der Hand, wenn auch nur für ein Foto. Trotzdem merke ich: Es funktioniert. Die Ablenkung ist gezielt, nicht fluchtartig; sie hält die Hände beschäftigt, während der Blick beim Chart bleibt. Komplexe Muster gehen natürlich nicht, aber einfache Arbeiten passen gut in diese Lücke.
Es fühlt sich fast wie eine Rückkehr an alte Zeiten an. Früher habe ich oft mit meiner Oma gestrickt. Vielleicht ist es an der Zeit, dieses Hobby wieder bewusst in meinen Alltag zu integrieren – als ruhigen Gegenpol zum Markt.
Gedanken zum Tag und was ich heute gelernt habe
Geduld bleibt eine zentrale Disziplin. Wenn der Markt nichts hergibt, darf ich nicht erzwingen, was nicht da ist. Produktive Nebenbeschäftigungen helfen mir, fokussiert zu bleiben, ohne in alte Muster des „Herumklickens“ zu verfallen.