Ein neuer Lebensabschnitt beginnt
Mittlerweile steht es nicht nur hier auf meiner Website, sondern auch ganz offen in meiner Instagram-Bio:
Rente mit 55. Agentur geschlossen. Schluss mit Online-Marketing.
Das sorgt für Irritationen. Für Nachfragen. Für Verwunderung.
Und genau deshalb möchte ich erklären, was ich damit meine – und was nicht.
Dieser Text ist eine Einladung:
Am Ende kannst du für dich entscheiden, ob du mir weiter folgen möchtest oder ob es für dich Zeit ist, einen anderen Weg – und vielleicht auch eine andere SEO-Expertin – zu wählen.
Beides ist vollkommen in Ordnung.
Schluss mit SEO, Reichweite und Agenturalltag
In den letzten Jahren – eigentlich Jahrzehnten – ging es in meinem beruflichen Leben fast ausschließlich um ein Thema: Online-Marketing.
Suchmaschinenoptimierung. Reichweite. Strukturen. Menüs. Footer. Impressum. Sichtbarkeit. Wachstum.
- Was gehört ins Hauptmenü?
- Was in den Footer?
- Wie sieht ein rechtssicheres Impressum aus?
- Was bringt maximale Reichweite?
Das habe ich lange gemacht. Und ich habe es gut gemacht. Aber damit ist jetzt Schluss. Nicht, weil es falsch wäre. Sondern weil es für mich abgeschlossen ist.
Rente mit 55 – ein Ziel, das alt ist
„Rente mit 55“ ist keine spontane Idee. Dieses Ziel begleitet mich, seit ich in meinen Dreißigern war. Schon damals wusste ich:
Ich möchte mit Anfang oder Mitte 50 nicht mehr arbeiten müssen. Nicht mehr Geld verdienen müssen.
Nach außen habe ich oft etwas anderes erzählt. Im Inneren ging es mir immer um Unabhängigkeit.
Was Unabhängigkeit für mich wirklich bedeutet
Unabhängigkeit hat für mich nichts mit Millionen auf dem Konto zu tun. Und auch nichts mit Dauerurlaub, Sonne auf dem Bauch oder Leben im Luxus.
Unabhängigkeit bedeutet für mich ganz konkret:
- keine Meetings
- keine festen Termine
- keine Akquise
- kein Marketing „machen müssen“
- keine Deadlines
- keine Kundenverpflichtungen
Vor allem aber: Meine Zeit frei einteilen zu können.
Ich habe früher oft mit einem Augenzwinkern gesagt:
„Wenn der Sommer in Deutschland auf einen Mittwoch fällt, dann möchte ich diesen Tag genießen können.“
Der lange Weg – und eine späte Entscheidung
Auf diese Freiheit habe ich viele Jahre hingearbeitet. Und ja, zur Wahrheit gehört auch: Ich hätte mir gewünscht, heute schon ein Stück weiter zu sein. Aber ich bin weit genug. Die Entscheidung, die Agentur zu schließen, habe ich lange vor mir hergeschoben.
Noch ein Jahr dranhängen? Oder vielleicht doch nicht?
Je länger ich gezögert habe, desto klarer wurde mir: Es fasziniert mich nicht mehr.
Und wenn mich etwas nicht mehr fasziniert, kann ich auch meine Kunden nicht mehr wirklich begeistern. Am Ende hat niemand etwas davon.
Der Notartermin und das Gefühl danach
Irgendwann musste die Entscheidung fallen. Ich habe den Notartermin gebucht. Übernächste Woche ist es soweit. Die Geschäftsaufgabe ist beschlossen. Nicht halb. Nicht theoretisch. Sondern real. Und seitdem fühlt es sich leichter an. Freier. Ruhiger.
Geld verdienen – ja. Müssen – nein.
Natürlich werde ich weiter Geld verdienen. Das war bei mir eigentlich immer so. Fast jedes Hobby in meinem Leben wurde irgendwann auch zu einer Einnahmequelle. Kochen zum Beispiel – daraus ist damals GeLeSi entstanden. Das ist kein Zufall. Das ist meine Art.
Vom Interesse zu Kryptowährungen zum Trading
Während Corona habe ich mir bewusst die Frage gestellt: Was interessiert mich wirklich? Was möchte ich lernen? Was ist neu? So bin ich – eher zufällig – beim Thema Kryptowährungen gelandet.
Und dachte: Es kann nicht sein, dass du mit 50 keinerlei Bezug dazu hast.
Also habe ich mich weitergebildet. Und von dort war der Weg zur klassischen Börse nicht weit.
Auch hier habe ich mir Zeit sparen wollen. Mit Mitte 50 liest man sich nicht mehr jahrelang alles selbst zusammen. Man lernt gezielt. Ich bin nun seit drei Jahren im Trading unterwegs. Mit eigenen Strategien.
Die größte Herausforderung kam unerwartet
Die größte Herausforderung im Trading lag nicht dort, wo ich sie erwartet hätte. Nicht in der Strategie. Nicht im Setup. Nicht im Markt. Sondern wo ganz anders. Das ist ein Thema für sich.
Und falls es dich interessiert, erzähle ich darüber gern ausführlicher – vielleicht in einem eigenen Beitrag oder Video.
Freiheit im Alltag – ein ganz normaler Tag
Heute Morgen gab es ein sauberes Setup im DAX. Ich habe meine Punkte mitgenommen.
Früher Nachmittag. Es beginnt zu schneien. Also: Mütze auf. Schal um. Handschuhe an. Ab zum Strand.
Das ist meine Vorstellung von Freiheit. Das ist meine Vorstellung von Leben.
Was „Rente mit 55“ für mich wirklich heißt
Rente mit 55 heißt für mich nicht: Arbeit beendet. Hammer fällt. Stillstand. So war Rente früher. Heute sind wir anders. Wir wollen lernen. Wir haben Energie. Wir wollen uns entwickeln.
Mein Mann hat mit 60 einen neuen Beruf gelernt. Also habe ich mir gesagt: Warum sollte ich das mit 50 nicht auch tun?
Bleiben oder gehen – beides ist richtig
Wenn dich dieser Weg interessiert, wenn dich Themen wie Trading, mentale Prozesse, Freiheit und neue Lebensmodelle ansprechen – dann bleib gern hier.
Wenn du hingegen konkrete Tipps zu SEO, Reichweite, Online-Marketing oder WordPress suchst:
Google danach. Du wirst großartige Menschen finden, die das hervorragend machen. Hier wird es dazu nichts Neues mehr geben.
Ausblick
Ich bin gespannt, wie sich dieses Jahr entwickelt. Und wie sich dieser neue Abschnitt anfühlt.
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