Bild(er) des Tages

Heute nochmal ein Foto vom Wochende.  

Ein handelbarer Tag – und ein ehrlicher Blick nach innen

Der zweite Trade: Denken statt Folgen

Schon beim zweiten Trade merke ich erneut, wie sehr mich das eigene Denken manchmal aus der Spur bringt. Statt konsequent nach Regeln zu handeln, rutsche ich in Grübeln und Starrsinn. Erfahrung zeigt: Damit richtet man mehr Schaden an, als man mit Umsicht je verhindern kann.

Ein schwieriger Morgen

Zum Frühstück stehe ich bereits 100 Punkte im Minus. Ich zwinge mich zur Ruhe – das hat letzten Monat schließlich auch geholfen. Also warte ich geduldig auf klare Signale. Heute waren es eher kleine Muster: ein paar Elliot-Bewegungen im M1 und eine SKS- Formation.

Am Ende schließe ich den Tag mit 22 Punkten im Plus ab. Mager, ja, aber angesichts des Starts ist es ein respektables Ergebnis. Interessant ist: Selbst der Strategietest „Umkehrstäbe“ liefert heute ebenfalls rund 20 Punkte. Stur handeln wäre also genauso zielführend gewesen – langweilig, aber stressfrei.

Warum mache ich das eigentlich?

Während ich den Tag reflektiere, kommt ein Gedanke hoch, der mich nicht loslässt:
Vielleicht sollte ich mich wieder mehr damit beschäftigen, warum ich das alles überhaupt mache.

Natürlich spielt Geld eine Rolle. Mit der bevorstehenden Schließung der Agentur brauche ich eine neue Einkommensquelle. Und genau hier liegt möglicherweise aber auch der Kern des Problems.

Die Leichtigkeit der ersten Jahre

Als ich damals begann, mich mit der Börse und später mit Trading zu beschäftigen, war es reine Neugier. Es war das Lernen, das Experimentieren, das Entdecken. In diesen ersten beiden Jahren habe ich unfassbar viel verstanden und verinnerlicht – Begriffe, Konzepte, Denkweisen, die früher weit weg schienen, wurden Alltag.
Es war leicht, es machte Spaß – und es brachte Gewinne.

Aus dieser Leichtigkeit heraus – und aufgrund mancher Begleitumstände – entstand die Überzeugung, dass ich bereit sei, Trading zu meinem Beruf zu machen. Und genau hier reihe ich mich in die Geschichten vieler Traderinnen und Trader ein:
Sobald es ums eigene Einkommen geht, funktioniert plötzlich nichts mehr wie zuvor.

Der tägliche Kampf

Heute kämpfe ich weniger mit dem Markt, sondern mit meinen eigenen Gedanken. Es ist nicht mehr das neugierige Lernen, sondern der innere Widerstand, die Angst, die Zweifel. Gedanken, die manchmal laut und gnadenlos werden.

Dazu werde ich einen separaten Beitrag schreiben – es gibt zu viele Ansätze und Ideen, die den Rahmen hier sprengen würden.

Wie lässt sich das lösen?

Die ehrliche Antwort: Ich weiß es nicht.
Was ich jedoch sicher weiß: Ich liebe Trading. Und für alles, was darum herum schwierig ist, werde ich Wege finden – Schritt für Schritt.

Dass ich wieder mit dem Stricken begonnen habe, ist ein Anfang. Eine Beschäftigung, die mich davon abhält, aus Langeweile zu traden. Eine Tätigkeit ohne Laptop, ohne Internet, ohne Marktgeräusche.
Nach drei Jahrzehnten im digitalen Umfeld fühlt sich genau das erstaunlich wohltuend an.

Von minus hundert zu plus zweiundzwanzig: Warum Geduld heute gewonnen hat 02.12.2025

Meine Trades

 

Der Blick von oben

Der DAX im 1h Chart vor 9:00 Uhr

 

Handelstrategie, Setup & Markt

Idee & Strategie

  • Trendfolge oder Bewegungshandel
    (je nach aktueller Marktsituation)
  • Umkehrstäbe
  • Elliots

Hier findest du die Lifetest`s zur Strategie

Markt:

  • DAX

Setup

  • Trend vor XETRA Eröffnung:
  • Handelszeit: 9:00 – 17:30 Uhr
  • Timeframe: 5 min

 

Trades im DAX

GESAMT: 22

Gedanken zum Tag und was ich heute gelernt habe

Die größten Herausforderungen entstehen nicht auf dem Chart, sondern im eigenen Kopf. Der Markt war heute nebensächlich – entscheidend war meine Fähigkeit, Ruhe zu bewahren, nicht jedem Impuls nachzugeben und mich daran zu erinnern, warum ich diesen Weg überhaupt gehe. Kleine, klare Strukturen helfen mir, mich nicht zu verlieren. Und manchmal beginnt Stabilität mit etwas so Einfachem wie Stricknadeln statt Bildschirm.

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